How to write an epic fantasy novel

Haben wir uns das nicht alle schon immer gewünscht? Einen wunderbaren Leitfaden, wie man den perfekten Fastasy Roman schreibt?

Hier kommt er:
How to write a bestselling fantasy novel

Erschreckenderweise scheint es ja ziemlich einfach zu sein, den künftigen Bestseller zu schreiben, wenn man nur ein paar Grundregeln beachtet. ;)
Hat mehr etwas von Eintopf kochen: Man werfe alle Zutaten in einen großen Kochtopf, einmal umrühren, fertig (oder so ähnlich) …

Gerechterweise muss man aber auch feststellen, dass schon ein Körnchen Wahrheit in diesem Artikel zu finden ist. ;)
Ich selbst werde ja schon wahnsinnig, wenn ich mal eines der wenigen Fantasy Bücher ohne Karte in Händen halte … :D

Verformungen

“The object of art is to give life a shape.”

So spricht William Shakespeare, größter Dichter und Dramatiker aller Zeiten.

Das Ziel der Kunst ist es also, dem Leben eine Form zu geben. Hm. Ist das Leben ohne Kunst also formlos?

Wahrscheinlich nicht. Das Leben in all seinen Facetten ist unendlich komplex; man wird nie alle Begebenheiten im Leben verstehen oder mit Sinn füllen können. Die Kunst ist eine Möglichkeit, sich dem Verstehen zumindest anzunähern. Dadurch, dass man in der Kunst – sei es Schriftstellerei, Malerei, Bildhauerei – immer nur einen kleinen Teil, einen Ausschnitt des Leben abbilden kann, kann man sich zumindest damit intensiv beschäftigen und diesen Teil auf das Wesentliche reduzieren. Durch die Art und Weise der Darstellung kann man für sich selbst diesen Lebens-Ausschnitt formen, so, wie man ihn selbst wahrnimmt. Andere Menschen können sich dies nun anschauen oder anhören, können überlegen, ob sie das Leben auch in dieser Form wahrnehmen oder vielleicht ganz anders.

Man kann natürlich dem Leben auch die Form geben, die man sich von ihm wünschen würde.
Hauptsache, Gedanken werden greifbar.

 

Happy Birthday, Will!

Ich muss mich schämen, dass ich das gestern vergessen habe: gestern war der (wahrscheinliche) Geburtstag William Shakespeares. Genau kennen wir seinen Geburtstag ja nicht, sondern nur seinen Tauftag am 26.04.1564. Allerdings war es damals in England Usus, neugeborene Kinder 2 bis 3 Tage nach der Geburt schon taufen zu lassen, weshalb der 23.04. als Geburtstag Shakespeares ziemlich wahrscheinlich ist. Selbiger Tag war 1616 dann übrigens auch sein Todestag, aber wer wird schon gern daran erinnert? Geburtstag feiern macht doch viel mehr Spaß!
In diesem Sinne:

Happy Birthday, Will!

Über das Schreiben von Kurztexten V

Ich persönlich schreibe sehr gerne Kurztexte: man kann herrlich pointiert, in wenigen Worten etwas ausdrucken. Wie wir alle wissen, liegt die Schwierigkeit hierbei darin, auch wirklich die richtigen Wörter zu treffen; keine leichte Aufgabe.

Nichtsdestotrotz empfinde ich es immer als Herausforderung, in wenigen Worten viel auszudrücken.
Im Gegensatz zu einem (langen) Roman, bei dem meistens die Handlung im Vordergrund steht, kann man sich bei einem Kurztext auch nur mal auf Gefühle, eine bestimmte Stimmung oder Atmosphäre konzentrieren. Man kann einfach mal eine kurze Szene beschreiben, die möglicherweise handlungsarm ist, aber trotzdem viel ausdrückt.

Meiner Meinung nach eine spannende Sache.

Die Not der großen Ketten

Die großen Buchhandelsketten geraten immer mehr in Not:
Die Reduzierung der Ladenflächen schreitet weiter voran. Dies geschieht auf unterschiedlichsten Wegen. Teilweise werden die Quadratmeter einfach verpachtet, um zum Beispiel ein Café im Buchladen einzurichten. Oder ganze Etagen werden für künstlerische Darbietungen genutzt. Viele große bis sehr große Filialen werden  geschlossen, da sich die Massen dort gelagerter Bücher einfach nicht verkaufen. Außerdem erweitern die Buchhandelsriesen ihr Sortiment: längst werden nicht mehr nur Bücher, sondern auch Tand und Tinnef verkauft. Die Einnahmen aus diesem erweiterten Sortiment machen 30% bis 50% des Gewinns aus.

Buchladen -  Quo vadis?

(Interessant hierzu auch ein Artikel der FAZ.)

Buchläden – furchtbar!

Buchläden sind eine schreckliche Erfindung: Sie verführen einen dazu, Bücher zu kaufen. An sich ist das ja nichts Schlimmes – Lesen ist ja etwas Positives.

Zum Problem wird diese Tatsache erst dann, wenn man

a) mehr Geld in Buchläden ausgibt, als man sich leisten kann, oder
b) wenn man keinen Platz mehr für neue Bücher hat bzw. schon einen SUB (Stapel ungelesener Bücher) angehäuft hat, der sich im zwei bis dreistelligen Bereich befindet.

Der Verstand sagt einem, man solle doch erst einmal die Bücher lesen, die sich sowieso schon auf dem SUB tummeln. Sobald man jedoch einen Buchladen betritt, legt sich ein kleiner Schalter im Hirn um: “Will haben! Will genau dieses Buch JETZT und SOFORT lesen und garantiert kein anderes!”

Mit schlechten Gewissen schleicht man also zur Kasse, während der schon gut abgehangene SUB zu Hause immer noch nicht abnimmt …

 

Literarische Musik

Wer aufmerksam Musik hört und auf die Texte der Lieder achtet, kann einiges sehr schönes entdecken.

Es gibt viele Lieder mit sprachlich ausgefeilten, poetischen, oder auch sehr lustigen Texten, die geradezu raffinierte Wortspiele bieten.
Lieder, die mit Metaphern und sprachlichen Bildern arbeiten. Lieder, in denen sich ungewöhnliche und interessante Wörter finden.

Vor einigen hundert Jahren war es gang und gäbe, dass Lyrik vertont wurde, auch wenn sich das heutzutage leider ziemlich verloren hat.

Nicht nur in Büchern steckt Literatur.

De retour de la Bretagne

Seit heute Nacht bin ich wieder zurück in good old Germany, nach einer Woche in der südlichen Bretagne.
Wenn man sich die wunderschöne Landschaft anschaut, das Rauschen des Meeres hört und durch die Gassen alter Städte geht, wundert es einen nicht, dass die Bretagne schon viele Maler und Schriftsteller inspiriert hat, und dass es so viele Legenden und Sagen aus dieser zauberhaften Gegend gibt …

Über das Schreiben von Kurztexten IV

Gedichte – typische Kurztexte – können richtig gemeine Biester sein. Sie sind oft unheimlich schwer zu schreiben, sogar dann, wenn sie sich nicht reimen sollen. Jedes Wort muss passen, muss an der richtigen Stelle sitzen, damit es gut klingt, damit der Rhythmus passt, damit Atmosphäre entsteht.
Dieses Problem hat man in einem deutlich geringeren Ausmaß, wenn man längere Texte schreibt. Hat man mehr Wörter zur Verfügung, ist es auch nicht so schlimm, wenn eines davon nicht perfekt in den Text passt.

Trotz allem schreibe und lese ich gerne Gedichte. Sie fangen Situationen ein, kurze Begebenheiten, Gefühle, in einem Maße, wie man es nicht oft in längeren Texten findet. Gedichte können wunderbar ohne Handlung auskommen. Dafür vermitteln sie oft einzigartige Stimmungen.

Gewagt, gewagt …

Gestern habe ich es gewagt und ein Gedicht beim Jokers Lyrikpreis eingereicht. Jetzt heißt es nur noch warten, bis das Ende der Einsendefrist erreicht ist und die Jury die Beiträge gesichtet hat.

Das Gedicht ist vor einigen Tagen spontan entstanden und wurde von mir auch nur wenig überarbeitet; es gefiel mir auf Anhieb (fast) so, wie es war.

Es trägt übrigens den Titel “Fliegen?”.