Bubenreuther Literaturwettbewerb 2017

Ende letzter Woche bekam ich eine E-Mail mit froher Botschaft:
Ich hatte mit einer Kurzgeschichte (‚Marianne‘) beim Bubenreuther Literaturwettbewerb 2017 teilgenommen. Auch wenn meine Geschichte nicht unter den 5 Siegergeschichten zu finden ist, wurde sie doch in die Anthologie mit den besten Beiträgen des Wettbewerbs aufgenommen.

Falls jemand also Interesse an einer Kurzgeschichten-Anthologie haben sollte, kann er oder sie das Buch entweder direkt beim Verlag oder auf Amazon bestellen.

Freude und Jubel

Vor kurzem hat der Machandel Verlag den Fantasy Kalender 2016 veröffentlicht, erhältlich über den Verlag direkt (Kontaktdaten auf der Homepage). Zu jedem Monat gibt es eine Farbillustration und mehrere Fantasy Kurzgeschichten.

Was mich daran so freut: Auch ich bin mit einer Fantasy Kurzgeschichte vertreten, Titel: „Das Buch“.

Also: Wer für nächstes Jahr noch einen praktischen, schönen Kalender mit Lesestoff sucht, sollte hier zugreifen!

Der Fantasy Kalender 2016, veröffentlicht im Machandel Verlag

Der Fantasy Kalender 2016, veröffentlicht im Machandel Verlag

Das Wort

Hier ein Stück Text, das ich auch beim Stöbern wiederentdeckt habe und das ich schon auf meinem früheren Blog veröffentlich hatte.
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Das Wort

Heute früh ist mir ein Wort auf den Fuß gefallen. Es war furchtbar schwer und klang beim Aufprall entsetzlich hohl.

Ich schaffte es, meinen Fuß darunter hervorzuziehen, aber trotzdem lag das Wort immer noch mitten in meinem Zimmer. Ich versuchte, das Wort zur Seite zu schieben, aber ohne Erfolg. Ich legte eine Decke darüber, um es nicht mehr sehen zu müssen, doch es half nicht. Ich versuchte, das Wort zu ignorieren, doch es gelang mir nicht. Irgendwann gab ich auf und fing an, mit dem Wort zu leben.

Das Wort war die Moral.

 

Paranoia

So, heute mal ein Häppchen Text, das ich schon vor längerem geschrieben und gestern wiederentdeckt habe. Viel Spaß!

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Ich fühle mich verfolgt. Überall Menschen, die fast alles von mir wissen: meinen Aufenthaltsort, meine intimsten Gedanken. Es werden immer mehr. Minütlich. Sekündlich.

Sie umzingeln mich, umkreisen mich. Ich werde nervös, fühle mich nackt, entblößt. Fast durchsichtig, wie hinter einem transparenten Vorhang oder einem Fenster ohne Jalousien, das auf die Straße hinausgeht. Unter ständiger Beobachtung.

Mein Leben liegt ausgebreitet vor den anderen, wie eine Decke, an der man zerren und reißen kann.

Ich zittere, schwitze, fahre mir mit der Zunge über die trockenen Lippen. Mit eiskalten Händen fasse ich einen folgenschweren Entschluss.

Ich werde mich endgültig von allen Social Networks abmelden.

Blogs und andere Merkwürdigkeiten

Dass Schreiberlinge auf ihren Blogs andere Literaturblogs empfehlen, ist wohl ein Naturgesetz. Sowas wie Magnetismus (Habe übrigens keine Ahnung von Physik. Nur mal so.). Deshalb heute auch eine derartige Empfehlung meinerseits.

Auf The Short Story Reader findet man ganz viele Anregungen, welche (englischsprachigen) Kurzgeschichten es sich zu lesen lohnt. Ich persönlich finde ja, dass Kurzgeschichten viel zu wenig beachtet werden. Deshalb: Esst mehr Kurzgeschichten! äh … Lest mehr Milch!
Ihr wisst schon, was ich meine.

Über das Schreiben von Kurztexten I

Wenn man sich über das Schreiben von Kurztexten auslassen möchte, so wie ich das hier vorhabe, muss man erst einmal definieren, was ein Kurztext eigentlich genau ist. Spontan fallen mir Aphorismen, Witze, haikus und Gedichte ein, wobei die Sache bei Gedichten schon wieder schwierig wird. Es gibt sehr kurze Gedichte, nur wenige Zeilen lang, aber auch sehr lange Gedichte, die Seiten füllen. Ist letzteres dann noch ein Kurztext? Oder sind Balladen wie Goethes „Glocke“ noch Kurztexte?
Im Allgemeinen zählt man die sogenannten Kalendergeschichten zu den Kurztexten, sowie Anekdoten oder die handelsübliche Kurzgeschichte.

All diesen literarischen Formen ist (was sich aus ihrer Kürze bedingt) gemein, dass man sie schnell lesen kann, im Gegensatz zu einem Roman, für den man doch etwas mehr Zeit aufwenden muss.

Ich möchte mich nun die nächsten Tage ein wenig diesen Kurzformen, die oft etwas vernachlässigt werden, widmen. Viele sind zu interessant, um sie einfach zu ignorieren.