Horror in verdaulichen Mengen

Für die tägliche, kleine Dosis Horror (oder einfach nur, weil Listen toll sind) kommen hier die 33 der unheimlichsten Zitate der Literatur (wenn man Buzzfeed glauben darf):

33 of the creepiest lines in literature

Der unbedarfte Leser, der sich bisher von Horror-Romanen fernhielt, kann so entweder in das gruselige Genre hineinschnuppern oder es für alle Zeiten verwerfen. *hüstel*

Unendliche Weiten

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“ (Heinrich Heine)

Ein schönes Zitat. Es beschreibt auf eindrucksvolle Weise, wie phantasievoll und unterschiedlich Bücher und ihre Geschichten sind. Wie sehr sie einen Menschen beeindrucken, gar fesseln können.

Wenn wir lesen, können wir alles erleben, an jedem möglichen (und unmöglichen) Ort, zu jeder Zeit und so oft wir wollen. Dinge, die in der Realität nicht möglich sind.

Mithilfe unserer Phantasie schaffen wir mehr, als wir es in der Realität je zu träumen wagten. Kein reales Weltreich, von denen es schon mehr als genug gab, kann die Welt der Bücher übertreffen. Keine Forschung kann großartiger sein als unsere Vorstellungskraft.

Von Sinn und Unsinn

„For neither do men live nor die in vain.“

Dieses Zitat („Denn weder leben oder sterben Menschen umsonst.“) stammt aus H.G. Wells‘ War of the Worlds / Krieg der Welten.
Es steht ziemlich am Ende des Buches, als die Marsianer, die die Erde zerstört haben, an für Menschen harmlosen Bakterien sterben.

Moderne Philosophie macht uns etwas anderes glauben, nämlich das alles zufällig geschehe und weder einen inneren Sinn habe noch einen übergeordneten Plan verfolge. Vielleicht gibt es keinen Plan im eigentlichen Sinne, aber wäre es nicht schrecklich, wenn alles, was wir täten, einfach nur sinnlos wäre? Sehnen wir uns nicht insgeheim danach, dass unsere Handlungen irgendeinen Sinn haben, irgendeinen Wert besitzen? Spricht man unseren Handlungen jeglichen Sinn ab, dann ist es egal, was und ob wir etwas tun.

Eine traurige Vorstellung.

Verformungen

„The object of art is to give life a shape.“

So spricht William Shakespeare, größter Dichter und Dramatiker aller Zeiten.

Das Ziel der Kunst ist es also, dem Leben eine Form zu geben. Hm. Ist das Leben ohne Kunst also formlos?

Wahrscheinlich nicht. Das Leben in all seinen Facetten ist unendlich komplex; man wird nie alle Begebenheiten im Leben verstehen oder mit Sinn füllen können. Die Kunst ist eine Möglichkeit, sich dem Verstehen zumindest anzunähern. Dadurch, dass man in der Kunst – sei es Schriftstellerei, Malerei, Bildhauerei – immer nur einen kleinen Teil, einen Ausschnitt des Leben abbilden kann, kann man sich zumindest damit intensiv beschäftigen und diesen Teil auf das Wesentliche reduzieren. Durch die Art und Weise der Darstellung kann man für sich selbst diesen Lebens-Ausschnitt formen, so, wie man ihn selbst wahrnimmt. Andere Menschen können sich dies nun anschauen oder anhören, können überlegen, ob sie das Leben auch in dieser Form wahrnehmen oder vielleicht ganz anders.

Man kann natürlich dem Leben auch die Form geben, die man sich von ihm wünschen würde.
Hauptsache, Gedanken werden greifbar.