Über das Schreiben von Kurztexten VI

Ein oft wenig beachteter Kurztext ist der Witz. Anhand weniger Zeilen wird eine amüsante oder lustige Begebenheit erzählt. Das reicht vom derben Schenkenklopfer bis zur Groteske.

Es gibt Witze, die international funktionieren und in vielen Ländern bekannt sein. Andere Witze arbeiten mit Wortspielen, die nur in ihrer Originalsprache erheitern können, da durch die Übersetzung viel verloren geht.

Ich bewundere Menschen, die sich gute Witze ausdenken können. Lustig sein ist nicht einfach. Das Gleiche gilt, wenn man Witze in einen längeren Text verpacken möchte, beispielweise einen Roman.

Vielleicht ist es sogar schwieriger, eine Komödie als eine Tragödie zu schreiben. Wahrscheinlich ist es einfacher, jemanden zum Weinen als zum Lachen zu bringen.

Fair is foul and foul is fair

Gestern abend hatte ich die Gelegenheit, eine Freilufttheater-Aufführung in sehr schönem Ambiente auf Schloss Dennenlohe / Mittelfranken zu besuchen.
Gespielt wurde Shakespeares Macbeth, eindringlich und mitreißend. Auf Englisch, was mich natürlich besonders freute. Der Klang der Originalsprache gibt dem Ganzen meiner Meinung nach einen ganz besonderen Reiz.
Der schöne Park, in dem die Aufführung stattfand und der in der Pause für die Besucher geöffnet war, verlieh dem Stück eine ganz besondere Atmosphäre.

Nächstes Jahr wird übrigens Shakespeares Tempest gespielt, also schon mal vormerken. 😉

Mein persönliches Shakespeare Problem

Ich habe ein Problem mit Shakespeare, das habe ich jetzt bei einer Aufführung von „Romeo und Julia“ gemerkt.

Ich bin so an die englischen Originaltexte gewöhnt, dass ich mir das nur schlecht auf Deutsch anschauen kann. Mein Kopf überträgt die ganze Zeit den Text ins Englische.

Ich muss sagen, dass schmälert leider den Theatergenuss etwas, ohne dass die Schauspieler etwas dafür könnten. Am Sonntag kann ich mich jedenfalls auf eine englische Aufführung von „Macbeth“ freuen.

Tragik

Die Tragik meines schreiberischen Daseins ist folgende: Ich habe nun schon seit einigen Monaten überhaupt keine Zeit, zu schreiben. Der Grund liegt darin, dass ich beruflich viel zu eingespannt bin. Habe ich mal einen Nachmittag frei, fehlen mir die Kraft und die Kreativität, etwas zu Papier zu bringen.
Dabei möchte ich eigentlich so gerne. Ich möchte wieder in Worten, Sätzen und Ideen schwelgen und sie festhalten können, sehen, wie ein Text länger und komplexer wird. Leider werde ich noch einige Zeit darauf verzichten müssen, bis ich beruflich wieder etwas mehr Luft habe.

Halbherzig hingeschluderte Texte erfreuen den Schreiberling schließlich auch nicht.

🙁