Super-Schurke, hei ho!

Keine Geschichte ohne Bösewicht, oder? Naja, fast keine Geschichte.

Auch wenn wir sie nicht mögen, und uns beim Lesen fürchterlich über sie aufregen, sind die Schurken in unseren Romanen oder Kurzgeschichten doch extrem wichtig. Manchmal mögen wir sie übrigens auch, das ist dann immer sehr verwirrend. 😉 Manchmal sind sie auch gar nicht richtig böse …

Wer mehr über die Bösewichte der Weltliteratur erfahren möchte, findet hier die 40 der allerschlimmsten schlimmen Schurken (englische Seite).

Viel Spaß mit den villains!

Unendliche Weiten

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“ (Heinrich Heine)

Ein schönes Zitat. Es beschreibt auf eindrucksvolle Weise, wie phantasievoll und unterschiedlich Bücher und ihre Geschichten sind. Wie sehr sie einen Menschen beeindrucken, gar fesseln können.

Wenn wir lesen, können wir alles erleben, an jedem möglichen (und unmöglichen) Ort, zu jeder Zeit und so oft wir wollen. Dinge, die in der Realität nicht möglich sind.

Mithilfe unserer Phantasie schaffen wir mehr, als wir es in der Realität je zu träumen wagten. Kein reales Weltreich, von denen es schon mehr als genug gab, kann die Welt der Bücher übertreffen. Keine Forschung kann großartiger sein als unsere Vorstellungskraft.

MDR Literaturwettbewerb 2013, Teil III

Mein Beitrag für diesen Wettbewerb ist fertig. Geschrieben, ausgedruckt und eingetütet (kuvertiert, schönes Wort). Morgen werde ich den Briefumschlag zur Post bringen und auf die Reise nach Halle schicken.

Bitte alle mal Daumen drücken, dass mein Brief gut ankommt und vielleicht jemandem beim MDR gefällt und eine Chance hat, in die Anthologie zu kommen. 😉

Das Wort

Hier ein Stück Text, das ich auch beim Stöbern wiederentdeckt habe und das ich schon auf meinem früheren Blog veröffentlich hatte.
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Das Wort

Heute früh ist mir ein Wort auf den Fuß gefallen. Es war furchtbar schwer und klang beim Aufprall entsetzlich hohl.

Ich schaffte es, meinen Fuß darunter hervorzuziehen, aber trotzdem lag das Wort immer noch mitten in meinem Zimmer. Ich versuchte, das Wort zur Seite zu schieben, aber ohne Erfolg. Ich legte eine Decke darüber, um es nicht mehr sehen zu müssen, doch es half nicht. Ich versuchte, das Wort zu ignorieren, doch es gelang mir nicht. Irgendwann gab ich auf und fing an, mit dem Wort zu leben.

Das Wort war die Moral.

 

Von Sinn und Unsinn

„For neither do men live nor die in vain.“

Dieses Zitat („Denn weder leben oder sterben Menschen umsonst.“) stammt aus H.G. Wells‘ War of the Worlds / Krieg der Welten.
Es steht ziemlich am Ende des Buches, als die Marsianer, die die Erde zerstört haben, an für Menschen harmlosen Bakterien sterben.

Moderne Philosophie macht uns etwas anderes glauben, nämlich das alles zufällig geschehe und weder einen inneren Sinn habe noch einen übergeordneten Plan verfolge. Vielleicht gibt es keinen Plan im eigentlichen Sinne, aber wäre es nicht schrecklich, wenn alles, was wir täten, einfach nur sinnlos wäre? Sehnen wir uns nicht insgeheim danach, dass unsere Handlungen irgendeinen Sinn haben, irgendeinen Wert besitzen? Spricht man unseren Handlungen jeglichen Sinn ab, dann ist es egal, was und ob wir etwas tun.

Eine traurige Vorstellung.

Abstauben

Wenn man fast 3 Jahre aus beruflichen Gründen kaum geschrieben hat, dann ist es erst einmal schwierig, wieder damit anzufangen. Man wedelt etwas halbherzig den Staub vom Windows-Ordner und öffnet ein paar alte, mit virtuellen Spinnweben verklebte Dateien. Bei manchen Texten (an die man sich schon gar nicht mehr erinnern konnte) denkt man sich „Oh mein Gott!“, bei anderen „Wow, nicht schlecht.“ Dann entdeckt man einige halbfertige Kurzgeschichten und einen Romananfang (eineinhalb Seiten lang) und fragt sich, was man damit tun wollte. Wie es weitergehen und enden sollte. Wie man sich die Charaktere vorgestellt hatte. Manches fällt einem wieder ein. Anderes nicht. Manche Texte bleiben auch einfach weiterhin liegen. Andere druckt man, weil man sofort das Gefühl hat, daran arbeiten zu wollen.
Dann tippt man die ersten Wörter. Zögerlich erst, bis es schließlich wieder flüssiger und schneller geht …

 

Paranoia

So, heute mal ein Häppchen Text, das ich schon vor längerem geschrieben und gestern wiederentdeckt habe. Viel Spaß!

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Ich fühle mich verfolgt. Überall Menschen, die fast alles von mir wissen: meinen Aufenthaltsort, meine intimsten Gedanken. Es werden immer mehr. Minütlich. Sekündlich.

Sie umzingeln mich, umkreisen mich. Ich werde nervös, fühle mich nackt, entblößt. Fast durchsichtig, wie hinter einem transparenten Vorhang oder einem Fenster ohne Jalousien, das auf die Straße hinausgeht. Unter ständiger Beobachtung.

Mein Leben liegt ausgebreitet vor den anderen, wie eine Decke, an der man zerren und reißen kann.

Ich zittere, schwitze, fahre mir mit der Zunge über die trockenen Lippen. Mit eiskalten Händen fasse ich einen folgenschweren Entschluss.

Ich werde mich endgültig von allen Social Networks abmelden.

MDR Literaturwettbewerb 2013, Teil II

Endlich habe ich angefangen, an meinem Text für diesen Wettbewerb zu arbeiten. Ein gutes Gefühl, nach so langer Zeit wieder einmal zu schreiben. Fast schon ungewohnt.

Für mich ist es ziemlich nebensächlich, ob ich wirklich eine reelle Chance habe, bei diesem Wettbewerb zu gewinnen oder in die dazugehörige Anthologie aufgenommen zu werden. Für mich ist es einfach ein Anlass, wieder zu schreiben. Das kleine Ziel, die Geschichte auch wirklich einzureichen, ist ein großer Motivationsschub. 😉