Kindheitserinnerungen, Teil II

Gestern schrieb ich ja bereits über literarische Kindheitserinnerungen der gruseligen Sorte – heute habe ich noch zwei weitere in petto.

Nicht nur gruselig sondern auch lustig fand ich als Kind die vierbändige Reihe um den dicken Benjamin von Sibylle Durian (Kinderbuchverlag Berlin, erschienen ab 1990). Benjamin ist ein unbeholfener, ziemlich kurzsichtiger Vampir-Junge, der sich ausgerechnet mit Laura, einer Nachfahrin des berühmten Abraham van Helsing, anfreundet …

Als ich schon etwas älter war, irgendwo im gefürchteten Teenager-Alter, startete der Arena Verlag die „Grusel & Co – der Club“ Reihe. Verschiedene schaurige Bücher von verschiedenen Autoren wurden hier veröffentlicht. Besonders beeindruckend fand ich damals Der Dämon aus Eis vom niederländischen Schriftsteller Tais Teng.
Der seit Jahrhunderten gefangene Dämon Teinashu (alles andere als ein freundlicher Geselle) versucht, in die Welt der Menschen zurückzukehren und nur das Mädchen Corinna kann ihn aufhalten…

Manchmal macht es ja auch Spaß, alte Kinderbücher wieder mal zu lesen …

Kindheitserinnerungen, Teil I

Angeregt durch meine herbstlichen Leseempfehlungen, habe ich vor zwei Tagen das  Regal mit meinen Kinderbüchern durchstöbert. Mir war nämlich eingefallen, dass ich vor allem als Kind gerne Schauergeschichten gelesen habe (danach konnte ich zwar nachts nicht schlafen vor Angst, aber egal) – nur, welche Bücher waren das denn genau gewesen?

Unglaublich unheimlich fand ich damals Hände weg vom Spukpaket! von Nigel Hinton (1994 im dtv junior Verlag erschienen). Ich kann mich nicht mehr an Details erinnern, aber wohl noch daran, dass ich mich nach der Lektüre des Buches unglaublich bedroht und beobachtet gefühlt habe, so wie das Mädchen in der Geschichte. Nicht ganz unschuldig daran waren Tiere wie Raben und Katzen, die das mit dem Beobachten zumindest im Buch ziemlich gut hinbekommen.

Lange bevor sie mit Tintenherz berühmt wurde, hat Cornelia Funke die Gespensterjäger-Reihe (ab 1993 im Loewe Verlag erschienen) veröffentlicht. Die Bücher, die sich um den Jungen Tom, die Gespensterjägerin Hedwig Kümmelsaft (eine Freundin von Toms Oma) und den harmlosen Geist Hugo drehen, waren für mich als Kind eine wunderbare Mischung zwischen humorvoll und gruselig. Bei ihren Abenteuern begegnen den drei Hauptfiguren die unterschiedlichsten Geister – man lernt also für den Ernstfall sogar noch was …

Lustig fand ich auch immer Der letzte Vampir von Willis Hall (1983 im Dressler Verlag erschienen). Graf Alucard (der letzte Vampir) ist Nachfahre des berühmten Grafen Dracula und findet Blutorangen viel besser als alles andere …

 

Herbstliche Leseempfehlungen, Teil II

Für all diejenigen, die im Herbst eher melancholisch werden, als sich gruseln möchten, habe ich heute zwei Leseempfehlungen, die nachdenklich stimmen und mit leisen Tönen daherkommen:

  1. Ich sehe was, was du nicht siehst von Birgit Vanderbeke. Eine poetische Erzählung über das Glück und die kleinen Dinge des Lebens.
  2. Montags sind die Eichhörnchen traurig von Katherine Pancol. Der dritte Teil einer Trilogie von Katherine Pancol. Mehrere Schicksale werden über einige Jahre hinweg begleitet und wenden sich zum Guten oder Schlechten.

Meine letzte Empfehlung, die überhaupt nicht zu den beiden oben genannten Titeln passt, ist der allseits bekannte Fantasy-Klassiker Der Hobbit von J.R.R. Tolkien. Warum? werden sich sicherlich manche fragen. Der Grund ist sehr persönlicher Natur: Regelmäßig bekomme ich im Herbst unglaubliches Fernweh, viel mehr als im Sommer. Was liegt also näher, als eine Geschichte über eine abenteuerliche Reise zu lesen …
Wer mehr Zeit hat, kann sich in dem Zuge natürlich auch noch den Herr der Ringe zu Gemüte führen …

Herbstliche Leseempfehlungen, Teil I

Der Herbst ist bekanntermaßen oft eine recht trübe Jahreszeit: Tiefhängende Wolken, wenig Sonne, viel Wind und Regen, dichter Bodennebel, von den Bäumen fallendes Laub …
Vielen Menschen erscheinen vor allem Oktober und November als wenig reizvolle Monate, dabei eignen sie sich doch hervorragend, es sich nach einem Herbststpaziergang mit Buch, Decke und Tee auf dem Sofa bequem zu machen. Theoretisch hat man bei seiner Lektüre natürlich freie Auswahl, doch gibt es sicherlich Bücher, die besser als andere zu grauen Herbsttagen passen.

In Anbetracht der Tatsache, dass in wenigen Tagen schon Halloween ist, habe ich mich heute für einige schaurige Leseempfehlungen entschieden:

  1. Shining von Stephen King. Ein Klassiker, der dank seiner klaustrophobischen Atmosphäre und der unterschwelligen Bedrohung, die im Laufe des Romans immer schlimmer wird, nichts von seiner Faszination verliert.
  2. Geisterlicht von Marion Zimmer Bradley. Ein Roman um eine okkulte Sekte und parapsychologische Phänomene.
  3. Der Gesang der Klinge von Marcus Sedgwick. Ein Roman, der im alten Osteuropa spielt und sich mit dem traditionellen Vampirmythos auseinandersetzt. Glitzernde Blutsauger sucht man hier vergeblich.

Viel Spaß beim Gruseln!

NaNoWriMo 2017

Der NaNoWriMo 2017 (National Novel Writing Month) steht vor der Tür!

Bald ist es wieder soweit: Tausende Menschen tippen überall auf der Welt einen Monat lang wie verrückt auf ihrer Tastatur, um innerhalb eines Monats 50 000 Wörter (im Idealfall einen ganzen Roman) zu schreiben. Viele trinken dabei zu viel Kaffee, vernachlässigen den Haushalt oder essen zu viel Schokolade.

Warum macht man das?
Weil man – obwohl man mit hoher Wahrscheinlichkeit einsam im stillen Kämmerlein sitzt beim Schreiben – von einem Gemeinschaftsgefühl beflügelt wird (so viele Leute überall auf der Welt, die dasselbe tun) und man natürlich gewinnen, also die anvisierte Wortzahl erreichen will.

Warum findet das Ganze ausgerechnet im November statt?
Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Ich vermute, dass dieser neblige, schlecht-Wetter-geplagte, kalte, regnerische Monat, in dem noch nicht Weihnachten ist, sich einfach ganz wunderbar dafür eignet, sich zuhause einzukuscheln und sich mit den eigenen Phantasie-Welten zu beschäftigen. Draußen kann man bei dem oft furchtbarem Wetter sowieso nicht viel machen, Weihnachtsmärkte gibt es noch nicht, also quasi perfekt zum Schreiben!

Wer mitmachen möchte, kann sich hier registrieren. Die Platform bietet einem verschiedene Optionen, sich mit anderen NaNo-Schreiberlingen auszutauschen, gemeinsame Word-Sprints hinzulegen und vieles mehr.

Natürlich gibt es auch wieder die passenden Banner und Profilbilder für alle möglichen Social Media Platformen, damit man der Welt auch kundtun kann, dass man am NaNo teilnimmt. 😉