Neue Ausschreibungen

Da ich gerade ein wenig vom Ausschreibungsfieber angesteckt bin – was vielleicht verständlich ist, siehe letzter Beitrag – habe ich mir schon neue Projekte gesucht:

  1. Katzen: Der Chiliverlag sucht Katzengeschichten. Ende der Ausschreibung ist der 30. September. Eine Katzengeschichte habe ich noch in der Schublage schlummern, vielleicht würde die hier passen.
  2. Drachen: Der net-Verlag sucht Drachengeschichten für ein Kinderbuch. Ende der Ausschreibung ist der 31. Oktober. Auch hier habe ich vielleicht schon etwas passendes.
  3. Weltentor: Der Noel-Verlag sucht Kurzgeschichten aus dem Bereich Science-Fiction. Ende der Ausschreibung ist der 31.Mai. Hier habe ich leider noch nichts, brauche also erst einmal eine zündende Idee. *auf die Muse wart*

Mal sehen, was aus meinen Ambitionen wird. 😀

Sonder-Ausschreibung Machandel Verlag 2014

Letzte Woche habe ich eine der besten E-Mails seit langem bekommen. Der Machandel-Verlag hat meine Kurzgeschichte „Das Buch“ für seinen Fantasy-Literatur-Kalender 2016 ausgewählt. 🙂
In Kürze wird also einer meiner Texte veröffentlicht, was mich sehr freut. Das letzte Mal ist schließlich schon sehr lange her.
Ich warte jetzt also gespannt auf das Belegexemplar. 🙂

Vom Umschreiben einer Geschichte

Es war einmal vor einigen Jahren, da fing unsere Autorin an, eine Kurzgeschichte zu schreiben. Sie erging sich in ausführlichen Beschreibungen, hatte aber irgendwann das Gefühl, mit der Handlung nicht recht voranzukommen. Halbherzig schrieb sie das Ende der Geschichte, was sie jedoch nicht davon abhielt, wenig später noch ein alternatives Ende zu verfassen. Missmutig schob sie beides beiseite, und die Geschichte geriet in Vergessenheit.

Jahre später, als sie der Existenz der Geschichte wieder gewahr wird, muss die Autorin einräumen, dass ihre Idee keine schlechte gewesen war. Sie macht sich also daran, die Geschichte neu zu schreiben statt sie nur zu überarbeiten, da letzteres ihr zu schwierig erscheint. Nach nicht allzu länger Zeit hat die Autorin ihre Aufgabe bewältigt und betrachtet zufrieden ihr Werk. Die neue Geschichte gefällt ihr viel besser.

Und wenn sie nicht gestorben ist, dann schreibt sie auch noch heute.

Die Normseite

Die Normseite ist eine Hilfsgröße, mit der man den Umfang eines Manuskripts abschätzen kann. Im Literaturbetrieb, Journalismus und in der Werbebranche dient diese als eine mögliche Berechnungsgrundlage für das Honorar von Autoren, Journalisten, Textern, Übersetzern oder Lektoren.

[Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Normseite]

Wer sich nicht selbst damit herumärgern möchte, in seinem Textverarbeitungsprogramm die korrekte Normseite einzustellen, der findet auf www.literaturcafe.de Hilfe: Normseite Hier wird nicht nur genau erklärt, was man sich unter dem Begriff vorzustellen hat, sondern es gibt auch Vorlagen für verschiedene Textverarbeitungsprogramme, mit denen man ganz einfach am eigenen PC arbeiten kann.

Viel Spaß beim Schreiben! 🙂

Horror in verdaulichen Mengen

Für die tägliche, kleine Dosis Horror (oder einfach nur, weil Listen toll sind) kommen hier die 33 der unheimlichsten Zitate der Literatur (wenn man Buzzfeed glauben darf):

33 of the creepiest lines in literature

Der unbedarfte Leser, der sich bisher von Horror-Romanen fernhielt, kann so entweder in das gruselige Genre hineinschnuppern oder es für alle Zeiten verwerfen. *hüstel*

Für alle Krimileser

Wer ab und an gerne mal bei einem spannenden Mordfall mitfiebert, dem sei die monatliche Krimi-Empfehlung von ZeitOnline ans Herz gelegt. Jeden ersten Donnerstag im Monat gibt es eine Liste mit den 10 besten Krimis, so zum Beispiel auch schon für Januar: Bestenliste Januar 2015.

Auch die Bestenliste 2014, ein Rückblick auf die Krimis des vergangenen Jahres, findet sich online.

Viel Spaß beim mörderischen Lesevergnügen!

NaNoWriMo 2014 – der total und absolut verspätete Rückblick

Ja, der letzte NaNoWriMo ist auch schon wieder fast zwei Monate her und ja, das war noch im alten Jahr. Ich weiß, der Rückblick beziehungsweise das abschließende Fazit hätte etwas früher kommen können. Da ich das leider aus diversen Gründen nicht geschafft habe, kommt das Fazit eben jetzt, im Januar.

Alles in allem bin ich sehr stolz auf mich. Ich habe es doch tatsächlich geschafft, innerhalb von 30 Tagen 50 000 Wörter zu schreiben, soviel wie schon lange nicht mehr. 😀 Ohne großartige Planung habe ich mit meinem Roman losgelegt und bin dann auch ziemlich weit gekommen. Leider hat mein Roman Überlänge, weshalb er mit 50 000 Wörtern auch noch nicht abgeschlossen ist. Wirklich weiter geschrieben habe ich seit November noch nicht, aber die nächsten Ferien (ohne Weihnachten und Silvester …) kommen bestimmt. 😉

Irgendwann werde ich es schon schaffen, den Roman auch abzuschließen, und wenn es beim nächsten NaNoWriMo sein wird. 😀

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Reading Challenge 2015

Kurz nach Neujahr habe ich auf 9gag eine Reading Challenge für unser noch nicht allzu altes Jahr 2015 entdeckt. Spontan begeistert, habe ich die Liste mit Büchern, die man lesen soll, ausgedruckt und an meine Pinnwand gehängt. Auch wenn es wohl wirklich eine richtige Herausforderung wird, all diese Bücher auch zu lesen, ist es bestimmt eine Motivation, sich mal nicht vor den Bildschirm zu setzen, sondern ein Buch aus dem Bücherregal zu ziehen. 😉

Auch wenn ich nicht wirklich davon ausgehe, die Reading Challenge zu schaffen, werde ich es versuchen und einfach mal schauen, wie weit ich komme. Vielleicht kann ich mich ja auch dazu überwinden, Kategorien wie „lies ein Buch, dass du irgendwann nicht beendest hast“ zu erfüllen … 😉

Erfolg oder Misserfolg sind dann Ende des Jahres zu berichten. 😉

NaNoWriMo 2014

Zum allerersten Mal finde ich die Zeit, am National Novel Writing Month teilzunehmen. Hat ein bisschen gedauert, bis ich mich auch wirklich dazu durchgerungen hatte, aber seit ich jetzt am Schreiben bin, habe ich ziemlich viel Spaß. 😀

Für alle, die es nicht kennen: Ziel des NaNoWriMo ist es, einen Roman mit 50000 Wörtern in 30 Tagen abzuschließen. Wahrscheinlich hat man dafür den November gewählt, weil das Wetter sowieso so bescheiden ist. 😉

Bis jetzt bin ich worttechnisch im Soll und habe jeden Tag geschrieben. Ich bin gespannt, ob das so bleibt und ob ich es auch wirklich schaffe.

Der Roman, den ich mich entschieden habe, zu schreiben, ist ein Projekt, das ich seit mindestens 10 Jahren in meinem Köpfchen herum trage, aber nie aufs Papier gebracht habe. Fantasy übrigens, was ich auch schon lange nicht mehr geschrieben, sondern immer nur gelesen habe.

Mary Shelley: Frankenstein

Ein Klassiker. Jeder weiß ungefähr, worum es geht, kennt die alten Filme oder zumindest Ausschnitte davon und ist sich sicher, dass es sich um eine Horrorgeschichte handelt.

Ich sage, nein, es ist kein Horrorroman. Ich behaupte, es geht nicht darum, beim Lesen ein wohliges Schaudern zu empfinden und sich angenehm zu gruseln, sondern um ethische Fragen, die auch heute noch aktuell sind. Frankenstein erschafft sein Monster (wretch im Englischen), ohne sich vorher Gedanken darüber zu machen, was mit dem Wesen geschieht, sollte es wirklich leben. Er lässt das Wesen allein in einer Welt, die ihm fremd und nicht wohlgesonnen ist, empfindet sogar Abscheu vor dem, das er geschaffen hat. Aus einem wissenschaftlichen Experiment wurde eine Kreatur, die denkt und fühlt. Der Wissenschaftler Frankenstein hat wahrscheinlich nur die Möglichkeit, Leben zu schaffen, gesehen, sich aber keine Gedanken über die Konsequenzen gemacht. Er war mit dem realen Wesen überfordert und hat sich seiner Verantwortung entzogen. Es dürfte ein leichtes sein, dies auf die heutige Wissenschaft zu beziehen.

Somit war das Verhalten Frankensteins auch das, was mich am meisten zum Grübeln angeregt hat. Teilweise kam er mir dumm und naiv vor, aber auch verantwortlungslos. Ein Wissenschaftler, der wissen und forschen möchte, es aber nicht schafft, über den Tellerrand seiner Gedanken zu blicken. Jemand, der erst handelt, bevor er denkt und nicht wirklich über seine Position in der ganzen Situation nachdenkt. Für mein Empfinden hat Frankenstein bemerkenswert selten über sein eigenes Verhalten reflektiert, aber viel über sein Leiden gejammert.

Das fand ich viel gruseliger als das Monster selbst.