Tödliche Ausschreibung

Der Leseratten-Verlag hat momentan eine im wahrsten Sinne des Wortes tödliche Ausschreibung laufen:
Gesucht werden Geschichten, die sich mit der Figur ‚Tod‘ beschäftigen, nicht mit dem Ereignis. Wer also in der Lage ist, sich den Tod als Person vorzustellen und eine gute Idee für eine Geschichte hat, sollte sich die Ausschreibung des Todes einmal ansehen. Läuft übrigens bis 31.12. diesen Jahres, sodass man noch genug Zeit hat, einen ansprechenden Text zu verfassen.

Buchempfehlung: Herr Müller, die verrückte Katze und Gott

Ich wollte erst ‚Buchrezension‘ schreiben, weil es neutraler klingt, aber da mich das oben genannte Buch sehr begeistert hat, passt ‚Empfehlung‘ einfach besser. Lasst euch also beeinflussen!

In dem Roman Herr Müller, die verrückte Katze und Gott von Ewald Arenz geht es um nichts geringeres als die Rettung der Welt.
Die Seele des tödlich verunglückten Kurt Müller wird sofort reinkarniert, statt sich ordnungsgemäß nach seinem Ableben zuerst einmal im Himmel einzufinden. Dies bringt die göttliche Ordnung aus dem Gleichgewicht, was gleichbedeutend mit der Einläutung der Apokalypse ist.
Der Erzengel Jehudi (der Ärmste hat immer Freitags Dienst) nimmt sich notgedrungen der Sache an. Unterstützt wird er hierbei unter anderem von zwei muslimischen Attentätern und einem in Ungnade gefallenen Dämonenfürsten. Wir treffen außerdem Martin Luther, die anderen Erzengel und sehr viele Kaiserpinguine. Die Frage, die sich allerdings allen an der Rettung der Welt Beteiligten stellt, ist die Frage nach Gott, denn keiner weiß, wo er eigentlich ist und was er tut …

Wer gerne bekloppte ungewöhnliche Geschichten liest und schwarzen Humor liebt, ist mit diesem Buch gut bedient. Eine ungefähre Ahnung theologischer Zusammenhänge hilft beim Verständnis, ist aber nicht zwingend notwendig. Das Buch hebt sich angenehm vom üblichen Massenbrei ab, der heutzutage verstärkt in den Buchläden zu finden ist und entführt den Leser in eine einzigartige Welt, die vertraut und doch fremd ist.

Ach ja, bitte Vorsicht beim nächsten Starbucks-Besuch …

Funkstille

Nach fast 2 Jahren Funkstille (ich sollte mich schämen, ich weiß) habe ich den festen Vorsatz (nein, es ist wirklich August, nicht Neujahr) gefasst, hier wieder aktiver zu sein.
In Kürze wird es hier also wieder Gedanken zur Literatur und zum Schreiben, meine persönliche Meinung zu gelesenen Büchern und vieles mehr geben.
Vielleicht wird es bald auch einige Schmankerl aus meiner Textwerkstatt geben, man darf also gespannt bleiben.

Freude und Jubel

Vor kurzem hat der Machandel Verlag den Fantasy Kalender 2016 veröffentlicht, erhältlich über den Verlag direkt (Kontaktdaten auf der Homepage). Zu jedem Monat gibt es eine Farbillustration und mehrere Fantasy Kurzgeschichten.

Was mich daran so freut: Auch ich bin mit einer Fantasy Kurzgeschichte vertreten, Titel: „Das Buch“.

Also: Wer für nächstes Jahr noch einen praktischen, schönen Kalender mit Lesestoff sucht, sollte hier zugreifen!

Der Fantasy Kalender 2016, veröffentlicht im Machandel Verlag

Der Fantasy Kalender 2016, veröffentlicht im Machandel Verlag

John Green: The fault in our stars

Reading Challenge 2015 – Kategorie: a book that became a movie

John Greens Roman (dt. Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter) um zwei krebskranke Jugendliche, die sich ineinander verlieben, wurde letztes Jahr zu einem sehr erfolgreichen Film gemacht. Gerade bei Jugendlichen ist der Roman ziemlich beliebt und auch sehr bekannt.

Ich persönlich fand das Buch sehr gut und sehr ergreifend. Auch wenn ich irgendwann beim Lesen das Ende vorausgeahnt hatte, war es doch nicht weniger bewegend.

Die englische Originalversion ist gut zu lesen, auch für Jugendliche, da der Schreibstil nicht zu simpel, aber auch nicht zu anspruchsvoll ist.

Allerdings konnte ich mich noch nicht dazu überwinden, den Film zu sehen; nicht aus der Angst heraus, ihn schlecht zu finden, sondern eher aus dem Wissen heraus, dass ich ihn wahrscheinlich auch sehr ergreifend finden würde, sollte er nur einigermaßen gut sein.

 

Tom Holt: Doughnut

Reading Challenge 2015 – Kategorie: a book with a one-word title

Auf den Punkt gebracht: Dieses Buch ist bekloppt. Wer schon einmal ein Buch von Tom Holt gelesen hat, wird wissen, wovon ich spreche.

In Doughnut geht es um Physik, mysteriöse Ereignisse, skurrile, teils bösartige Charaktere und natürlich Doughnuts. Sie spielen eine elementare Rolle bei der Entwicklung der (komplexen) Handlung, die man nicht wirklich beschreiben kann, weshalb ich es auch gar nicht erst versuche.

Der Klappentext lockt den Leser mit folgender Aussage:
„The doughnut is a thing of beauty. A circle of fried, doughy perfection. A source of comfort in trying times, perhaps. For Theo Bernstein it is far, far more.“

Wer einen Sinn für makaberen Humor hat und ungewöhnliche Stories liebt, der ist hier richtig. Wer gerne vorhersagbare Geschichten mag, sollte von Doughnut lieber die Finger lassen.

Lori Nelson Spielman: Demain est un autre jour

Reading Challenge 2015 – Kategorie: A book that was originally written in a different language

Ich weiß, ich hätte einfach die deutsche Übersetzung eines fremdsprachigen Buches nehmen können, aber das wäre ja langweilig gewesen.
Der Roman von Lori Nelson Spielman, den ich auf französisch gelesen habe, trägt den englischen Originaltitel „The Life List“ und den deutschen Titel „Morgen kommt ein neuer Himmel“. Generell würde ich das Buch in die Kategorie Frauenroman einordnen, allerdings in die nicht allzu platte Sparte.

Die Handlung des Romans ist erfrischend anders: Brett, eine Mittdreißigerin, rechnet fest damit, dass die Leitung des Familienunternehmens von ihrer verstorbenen Mutter auf sie übergeht. Dies ist – zu ihrer Enttäusschung – leider nicht der Fall. Stattdessen muss sie die Lebensziele erfüllen, die sie als 14jährige in einer Liste festgehalten hat, die ihre Mutter bis zu ihrem Tod aufbewahrt hat. Erfüllt sie all diese Ziele nicht, erhält Brett ihr Erbe nicht. Leider passen viele ihrer damaligen Lebensträume nicht mehr zu ihrem aktuellen Lebensstil …

Im Großen und Ganzen behandelt der Roman die Frage nach dem „Wer bin ich eigentlich und wie möchte ich mein Leben gestalten? Bin ich glücklich damit, wie es jetzt ist?“
Das Buch ist gut zu lesen und bietet interessante Handlungsstränge. Leider werden am Ende nicht alle zu Beginn aufgeworfenen Fragen beantwortet, was mich doch etwas gestört hat.

 

Elisabeth Tova Bailey: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Reading Challenge 2015 – Kategorie: A book based on a true story

Die Autorin schreibt über eine Zeit in ihrem Leben, die von einer belastenden Krankheit  geprägt war. Ablenkung verschaffte ihr eine Schnecke, die zusammen mit einem Blumentopf in ihre Wohnung kam. Sie beschreibt detailreich und nachdenklich, wie sie die langen Monate ihrer Krankheit in Gesellschaft ihrer kleinen Hausgenossin erlebt hat.

Klingt langweilig? Ist es keineswegs.
Ungewöhnlich? Das sicherlich.

Ich habe dieses Buch (engl. Originaltitel: The sound of a wild snail eating) sehr gerne gelesen. Es beschäftigt sich mit den kleinen Dingen des Lebens, die einem erst auffallen, wenn man gezwungenermaßen innehalten muss, Dinge, die man in der Hektik des Alltags übersieht. Völlig auf sich selbst zurück geworfen, entdeckt die Autorin die Welt der Schnecken, die so anders ist als unsere.
Wer von seinen Büchern einen ausgearbeiteten Plot sowie Action und viel Spannung erwartet, dem sei hiervon abgeraten. Wer die Natur und persönliche Beobachtungen schätzt, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

Auf der Homepage der Autorin gibt es noch mehr Wissenswertes rund um ihr Buch und Schnecken im Allgemeinen.

 

Reading Challenge 2015 – Update

Zu Beginn des Jahres habe ich hier über die aktuelle Reading Challenge berichtet. Jetzt haben wir August und ich zweifle etwas daran, die Challenge erfolgreich zu beenden. 😉

Ich versuche, für jede Kategorie ein Buch zu lesen und nicht mit einem Buch verschiedene Kategorien abzuhaken.

Meine bisher gelesenen Bücher der Reading Challenge

Meine bisher gelesenen Bücher der Reading Challenge

Auch wenn das Jahr noch nicht zu Ende ist, werde ich mich schon einmal daran machen, euch die Bücher, die ich bisher gelesen habe, vorzustellen. Vielleicht findet ja der eine oder andere eine Leseinspiration. 🙂

Camp NaNoWriMo – Update II

Nachdem ich das Camp NaNoWriMo April einigermaßen erfolgreich hinter mich gebracht hatte (7000 von 10000 erreicht, immerhin), wollte ich im Juli wieder 10000 Wörter schaffen. Der Juli ist fast vorbei, und ich habe noch nicht einmal angefangen zu schreiben. 🙁

Schuld daran sind mehrere Faktoren:

1) das übliche Tief, in das man zu Beginn der Sommerferien fällt und das einen dazu veranlasst, auf der Couch herum zu gammeln
2) zwei Wochen Urlaub3) der Drang, andere Dinge zu erledigen, die man auch schon lange mal machen wollte.

Aber: nicht ärgern, man kann ja nicht immer gewinnen. 😉