„Der Prinz der Feen“ von Gaby Wohlrab

Dieser Titel ist am Wochenende auf meinem e-book-reader gelandet (man sollte überhaupt nie Buch-Vorschläge durchstöbern, nie!) und wurde innerhalb eines Tages durchgelesen.

smilie_les_002.gif

Der Prinz der Feen ist eine märchenhafte Geschichte um ein verwunschenes Königreich, eine mutige Heldin und das zauberhafte Feenreich, wo es an sagenhaften Märchengestalten nur so wimmelt. Vor allem die Teile der Geschichte, die im Reich der Feen spielen, haben mir gut gefallen, einfach weil dieses magische Land so schön beschrieben wird. Auch einige Wendungen der Handlung kamen für mich unerwartet, was nur für das Buch spricht.

Ein bisschen hat mich der Anfang an den alten Märchenfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel erinnert, der auch nach all den Jahren immer noch charmant und zauberhaft ist und meines Wissens nach viele Fans hat.

Ich habe den Roman sehr gerne gelesen, da er meiner Meinung nach eine gute Mischung aus Märchen und Romanze ist, ohne ins Kindisch-Kitschige abzudriften. Märchenfans sollten sich das Buch definitiv einmal genauer ansehen.

smilie_les_089.gif

Auch als Print-Ausgabe verfügbar.

„Die Honigtöchter“ von Cristina Caboni

Den Roman habe ich mir vor ein oder zwei Jahren in der Buchhandlung bei uns im Dorf mitgenommen. Ich hatte einen Gutschein zum Geburtstag bekommen und stöberte mich durch das Angebot.

Angesprochen hatte mich das – meiner Meinung nach – sehr schön gestaltete Cover: Helle, fröhliche Farben, Blüten, Zitronen und ein leuchtend gelber Honigpot in der Mitte sind auf dem Umschlag zu sehen. Auch der Klappentext gefiel mir gut, da er nach einer romantischen Liebesgeschichte vor schöner Kulisse (Frankreich, Sardinien) klang.

Tatsächlich ist der Roman mehr als nur Liebesgeschichte, da es auch darum geht, wie man mit der Vergangenheit abschließen kann, sich selbst verwirklicht oder Vertrauen zu anderen aufbauen kann. Besonders die wirklich idyllischen Landschaftsbeschreibungen sind traumhaft, da sie die Insel Sardinien, wo der größte Teil der Honigtöchter spielt, wirklich vor dem inneren Auge entstehen lassen. Nett fand ich es außerdem, dass jedes Kapitel mit einer kurzen Information zu einer anderen Honigsorte anfängt – Bienen und Honig sind (wie der Titel schon sagt) eines der großen Themen im Roman.

Was mich etwas gestört hat, waren die teilweise doch sehr kitschigen Passagen, wenn es um die Beziehung der Hauptfigur zu ihrem Angebeteten ging. Für mich war es manchmal einen Ticken zu viel, wenn ständig von Dingen wie „schicksalshafter Liebe“ oder „dem fehlenden Teil der eigenen Seele“ (sinngemäß) gesprochen wird.

Wen einige süßliche Passagen nicht stören, der findet in den Honigtöchtern einen gut und leicht zu lesenden Schmöker, der die Lebenslust des Südens und ganz viel Urlaubsfeeling heraufbeschwört.

„La bibliothécaire“ von Gudule

Leider scheint es dieses – meiner Meinung nach sehr charmante – Kinderbuch nur auf französisch zu geben, was ich sehr schade finde und auch nicht ganz nachvollziehen kann. 🙁

Die phantastische Geschichte rund um die Hauptfiguren Guillaume und Ida, die auf der Suche nach einem geheimnisvollen Zauberbuch durch mehrere bekannte Werke der Weltliteratur reisen, macht beim Lesen einfach Freude. Das Buch ist gut verständlich geschrieben und wer des Französischen mächtig ist, kann sich ja einfach mal an die Geschichte herantrauen. Auch wenn das Buch für junge LeserInnen ab 10 Jahren gedacht ist, ist es keinesfalls platt oder simpel.

Auf das Buch gebracht hat mich übrigens eine liebe Studienkollegin, die es schon vor längerem gelesen und für gut befunden hat. 🙂 Danke, liebe Birgit, für den tollen Tip!

Ist nicht schon das Cover herrlich bunt? 🙂

„On the road“ von Jack Kerouac

Nun ja. Irgendwie hat mich dieses Buch ratlos zurück gelassen.

Ich bin überhaupt nur auf das Werk gestoßen dank einer dieser Listen im Netz à la „50 Bücher, die man gelesen haben muss“ oder so ähnlich. Vorher sagte mir das gar nichts. Es klang interessant, also schwups! bestellt und angefangen zu lesen.

Nun ja. Irgendwie hat es sich gezogen wie Kaugummi.

Ich kann auch gar nicht genau sagen, worum es eigentlich geht. Der Ich-Erzähler Sal Paradise (was ein Name …) und sein bester Freund Dean Moriarty führen ein Leben geprägt von Alkoholexzessen, Frauen und schlaflosen Nächten. Häufig trampen sie alleine oder mit mehreren durch die Vereinigten Staaten oder durchreisen den Kontinent in mehr oder weniger vertrauenswürdigen Autos.

Zitat aus der aktuellen Zeit Literatur: „Es gibt Bücher, die sollte man als Teenager lesen und danach nie wieder. […] Es sind die Bücher von Hermann Hesse und Jack Kerouac, Bücher, die von Freiheit und Selbstbestimmung handeln und von der Idee eines authentischen Lebens. Die Rücksichtslosigkeit, mit der diese Ideale dort verfolgt werden, wirkt für viele jugendliche Köpfe inspirierend und ist für viele ältere Köpfe kindisch.“

Vielleicht bin ich 20 Jahre zu alt für dieses Buch, ich weiß es nicht.   Ja, ich finde die Hauptfiguren (Wer ist eigentlich die Hauptfigur? Sal oder Dean?) kindisch und verantwortungslos. Sie treiben durch ihre Geschichte ohne Sinn und ohne Ziel, haben nie Geld, stecken ständig in Schwierigkeiten und treten, was ihre Entwicklung betrifft, gefühlt auf der Stelle. Aus der großen Freiheit machen sie irgendwie nichts. Selbstbestimmung? Dazu gehört für mich planvolles Handeln, und das lassen die Figuren nicht erkennen.

Ich fand das Buch nicht schlecht. Die Sprache ist schön und der Autor erzeugt sehr ansprechende Bilder und beschreibt stimmungsvoll Landschaften und Stimmungen. Aber mehr wie eine Stimmung hat das Werk bei mir nicht hinterlassen. Die Figuren und ihr Leben bleiben, für mich zumindest, seltsam distanziert. Über dem Klappentext ist ein Zitat von Bob Dylan abgedruckt, dass dieses Buch sein Leben verändert habe. Meinem Leben hat es eine Stimmung hinterlassen, die wohl schnell wieder verfliegt.

„Matilda“ von Roald Dahl

Nach Matilda habe ich am Wochenende gegriffen, weil ich etwas leichtes, lustiges lesen wollte. Ich habe das Buch in der englischen Original-Ausgabe zu Hause stehen.

Matilda ist eine skurrile Geschichte um ein kleines, sehr intelligentes Mädchen, das sich an den schrecklichen Erwachsenen in ihrem Leben auf humorvolle und gewitzte Art und Weise rächt. Die Geschichte ist (auch auf Englisch) sehr leicht und schnell zu lesen und eignet sich meiner Meinung nach auch wunderbar für Englisch-Lernende. Man kann das recht dünne Buch mal „eben so zwischendurch“ weg inhalieren, wenn man möchte. Trotzdem ist die Geschichte alles andere als doof und flach. Natürlich muss einem bewusst sein, dass es ein Kinderbuch ist und dementsprechend nicht sonderlich komplex erzählt wird.
Spaß machen vor allem die seltsamen Figuren, welche die Geschichte bevölkern. Sprechende (und teilweise sehr treffende) Namen haben sie außerdem – das kennt man ja schon von Harry Potter.

Fazit: Kann man gut – natürlich auch mit Kindern – lesen und sich herrlich darüber amüsieren. Danach kann man sich noch vors Heimkino packen und sich die zauberhafte Verfilmung aus den 1990ern anschauen.

Corona-Zwangspause

Wir befinden uns in der Corona-Zwangspause. Ein guter, wenn nicht sogar sehr guter Grund, diesen Blog zu reaktivieren. Mein letzter Beitrag stammt aus dem Jahr 2018, ist also ziemlich lange her. Ich werde diesen Blog jetzt vor allem dafür nutzen, etwas über die Bücher zu schreiben, die ich in nächster Zeit lesen werde. Vielleicht werde ich auch über Bücher schreiben, die ich schon vor längerem gelesen habe, besonders gerne mag oder gar nicht leiden kann. So genau weiß ich das noch nicht. Meine Hoffnung ist, vielleicht irgendjemanden zum Lesen zu motivieren. Damit beschäftigen sich viele von uns sowieso viel zu selten.

Möglicherweise werde ich über sehr bekannte, aber auch sehr unbekannte Bücher schreiben. Mein SuB (Stapel ungelesener Bücher) ist groß, da #Bücherhamstern in unserem Haushalt schon lange die Regel ist, wir aber nicht immer gleich zum Lesen kommen. Das bedeutet, wer jetzt nach Infos zu Büchern auf den momentanen Bestsellerlisten lechzt, ist hier (zumindest teilweise) falsch. I’m way behind on my reading. Außerdem lese ich querbeet. Also alles. Vom Frauenroman (selten) über Krimis (noch seltener) bis hin zu Fantasy (yeah!) oder Klassikern (immer wieder) findet man bei mir alles. Cope with it.

Enjoy! 🙂

 

Bücher über Bücher

Wer gerne liest, liebt Bücher. Wer Bücher liebt, beschäftigt sich gerne mit ihnen. Was liegt also näher als Bücher über Bücher zu lesen?
Im Folgenden findet ihr eine Liste mit Büchern, deren Thema das Lesen, Bibliotheken, Buchhandlungen und eben Bücher sind. Alle diese Romane stehen übrigens bei mir im Regal. Eine Garantie für Vollständigkeit gebe ich aber nicht, denn sicherlich gibt es noch mehr Literatur, die sich mit demselben Thema befasst, die ich aber nicht kenne.
Alle hier genannten Bücher sind in der einen oder anderen Ecke der Phantastik anzusiedeln.

  • Cornelia Funke: Tintenherz, Tintenblut und Tintentod (mittlerweile Klassiker der Jugendliteratur, die unter anderem das Vorlesen von Geschichten thematisieren)
  • Robin Sloan: Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra (hier kommen nicht nur Bücher, sondern auch Computer und das Internet vor – die perfekte Kombination!)
  • Britta Röder: Die Buchwanderer (eine Reise durch drei große Klassiker der Weltliteratur)
  • Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes (eine geheimnisvolle Geschichte, die Mitte der 1940er in Spanien spielt)
  • Mikkel Birkegaard: Die Bibliothek der Schatten (inklusive einer Geheimgesellschaft und einer Reise nach Ägypten)
  • Gordon Dahlquist: Die Glasbücher der Traumfresser und Das Dunkelbuch (spannend erzähltes Steampunk-Abenteuer)
  • Markus Walther: Buchland, BeatriceRückkehr ins Buchland und Bibliophilia – Am Ende des Buchlands (eine Trilogie über das geheimnisvolle Buchland – es ist größer, als man denkt …)
  • Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher, Das Labyrinth der träumenden Bücher und Das Schloss der träumenden Bücher (Bücher, Gefahren, Katakomben und Buchlinge)
  • Gudule: La bibliothécaire (Jugendbuch, bisher wohl leider nur auf Französisch erschienen)

Viel Spaß beim Lesen dieser Bücher über Bücher!

Rund um die Leipziger Buchmesse

Auch wenn ich es selbst leider nicht schaffe, hinzufahren, ist die Leipziger Buchmesse (15. bis 18. März) doch ein Ereignis, das ich zumindest im Netz mitverfolge. Wem es ähnlich geht wie mir, der kann sich zumindest auf den folgenden, verlinkten Seiten einige Informationen und Inspirationen rund um das Großereignis der Buchwelt holen:

Viel Spaß beim Stöbern! 🙂

Die Sache mit der Inspiration, Teil II

Inspiration kann sich (fast) überall finden lassen, besonders wenn man offenen Auges und Geistes durch die Welt spaziert.

Ich für meinen Teil kann ganz einfach durch Sinnesreize inspiriert werden. Das kann ein besonderer Gegenstand, ein interessantes Bild oder Foto, aber auch ein bestimmter Geruch sein. Musik als Inspirationsquelle funktioniert für mich sogar auf zwei Ebenen: einmal auf der musikalischen und einmal auf der textuellen. Entweder lösen die Töne und die Melodie Ideen in einem aus, oder der Liedtext. Nicht selten sind es auch Kombinationen von verschiedenen Sinneseindrücken, die einen kreativ werden lassen.

Natürlich kann man diese Inspirationsquellen ganz bewusst nutzen oder suchen, oft überfallen sie einen aber auch, wenn man es am wenigsten erwartet.

Die Sache mit der Inspiration, Teil I

Um eine Geschichte (egal, ob kurz oder lang) schreiben zu können, braucht man erst einmal eine Idee – so wie sie Musiker, Maler, Bildhauer, Designer und viele andere auch brauchen. Natürlich muss diese Idee im Schreibprozess kontinuierlich weiterentwickelt werden, aber wie und wo findet man überhaupt eine?

Am Anfang einer Idee steht oft die Inspiration. Irgendetwas regt einen dazu an, sich Gedanken zu machen, eine Geschichte oder einen Charakter zu ersinnen. Inspiration kann einem immer und überall begegnen, gerade dann, wenn man es nicht erwartet.

Leidet man unter Stress oder befindet sich in emotional bedrückenden Situationen, können die Ideen plötzlich ausbleiben. Dann gibt es zwar inspirierende Momente, doch sie stoßen im eigenen Kopf nichts an, weil der Kreativität kein Raum bleibt. Man ringt um Ideen, doch sie stellen sich nicht ein, was auch wieder frustrierend sein kann.
Möglicherweise ein Grund, weshalb sich viele Menschen, die kreativ arbeiten, hin und wieder eine Auszeit genehmigen – um der Inspiration eine Chance zu geben.