Buchempfehlung: Herr Müller, die verrückte Katze und Gott

Ich wollte erst ‚Buchrezension‘ schreiben, weil es neutraler klingt, aber da mich das oben genannte Buch sehr begeistert hat, passt ‚Empfehlung‘ einfach besser. Lasst euch also beeinflussen!

In dem Roman Herr Müller, die verrückte Katze und Gott von Ewald Arenz geht es um nichts geringeres als die Rettung der Welt.
Die Seele des tödlich verunglückten Kurt Müller wird sofort reinkarniert, statt sich ordnungsgemäß nach seinem Ableben zuerst einmal im Himmel einzufinden. Dies bringt die göttliche Ordnung aus dem Gleichgewicht, was gleichbedeutend mit der Einläutung der Apokalypse ist.
Der Erzengel Jehudi (der Ärmste hat immer Freitags Dienst) nimmt sich notgedrungen der Sache an. Unterstützt wird er hierbei unter anderem von zwei muslimischen Attentätern und einem in Ungnade gefallenen Dämonenfürsten. Wir treffen außerdem Martin Luther, die anderen Erzengel und sehr viele Kaiserpinguine. Die Frage, die sich allerdings allen an der Rettung der Welt Beteiligten stellt, ist die Frage nach Gott, denn keiner weiß, wo er eigentlich ist und was er tut …

Wer gerne bekloppte ungewöhnliche Geschichten liest und schwarzen Humor liebt, ist mit diesem Buch gut bedient. Eine ungefähre Ahnung theologischer Zusammenhänge hilft beim Verständnis, ist aber nicht zwingend notwendig. Das Buch hebt sich angenehm vom üblichen Massenbrei ab, der heutzutage verstärkt in den Buchläden zu finden ist und entführt den Leser in eine einzigartige Welt, die vertraut und doch fremd ist.

Ach ja, bitte Vorsicht beim nächsten Starbucks-Besuch …

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