„Die Honigtöchter“ von Cristina Caboni

Den Roman habe ich mir vor ein oder zwei Jahren in der Buchhandlung bei uns im Dorf mitgenommen. Ich hatte einen Gutschein zum Geburtstag bekommen und stöberte mich durch das Angebot.

Angesprochen hatte mich das – meiner Meinung nach – sehr schön gestaltete Cover: Helle, fröhliche Farben, Blüten, Zitronen und ein leuchtend gelber Honigpot in der Mitte sind auf dem Umschlag zu sehen. Auch der Klappentext gefiel mir gut, da er nach einer romantischen Liebesgeschichte vor schöner Kulisse (Frankreich, Sardinien) klang.

Tatsächlich ist der Roman mehr als nur Liebesgeschichte, da es auch darum geht, wie man mit der Vergangenheit abschließen kann, sich selbst verwirklicht oder Vertrauen zu anderen aufbauen kann. Besonders die wirklich idyllischen Landschaftsbeschreibungen sind traumhaft, da sie die Insel Sardinien, wo der größte Teil der Honigtöchter spielt, wirklich vor dem inneren Auge entstehen lassen. Nett fand ich es außerdem, dass jedes Kapitel mit einer kurzen Information zu einer anderen Honigsorte anfängt – Bienen und Honig sind (wie der Titel schon sagt) eines der großen Themen im Roman.

Was mich etwas gestört hat, waren die teilweise doch sehr kitschigen Passagen, wenn es um die Beziehung der Hauptfigur zu ihrem Angebeteten ging. Für mich war es manchmal einen Ticken zu viel, wenn ständig von Dingen wie „schicksalshafter Liebe“ oder „dem fehlenden Teil der eigenen Seele“ (sinngemäß) gesprochen wird.

Wen einige süßliche Passagen nicht stören, der findet in den Honigtöchtern einen gut und leicht zu lesenden Schmöker, der die Lebenslust des Südens und ganz viel Urlaubsfeeling heraufbeschwört.

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