„On the road“ von Jack Kerouac

Nun ja. Irgendwie hat mich dieses Buch ratlos zurück gelassen.

Ich bin überhaupt nur auf das Werk gestoßen dank einer dieser Listen im Netz à la „50 Bücher, die man gelesen haben muss“ oder so ähnlich. Vorher sagte mir das gar nichts. Es klang interessant, also schwups! bestellt und angefangen zu lesen.

Nun ja. Irgendwie hat es sich gezogen wie Kaugummi.

Ich kann auch gar nicht genau sagen, worum es eigentlich geht. Der Ich-Erzähler Sal Paradise (was ein Name …) und sein bester Freund Dean Moriarty führen ein Leben geprägt von Alkoholexzessen, Frauen und schlaflosen Nächten. Häufig trampen sie alleine oder mit mehreren durch die Vereinigten Staaten oder durchreisen den Kontinent in mehr oder weniger vertrauenswürdigen Autos.

Zitat aus der aktuellen Zeit Literatur: „Es gibt Bücher, die sollte man als Teenager lesen und danach nie wieder. […] Es sind die Bücher von Hermann Hesse und Jack Kerouac, Bücher, die von Freiheit und Selbstbestimmung handeln und von der Idee eines authentischen Lebens. Die Rücksichtslosigkeit, mit der diese Ideale dort verfolgt werden, wirkt für viele jugendliche Köpfe inspirierend und ist für viele ältere Köpfe kindisch.“

Vielleicht bin ich 20 Jahre zu alt für dieses Buch, ich weiß es nicht.   Ja, ich finde die Hauptfiguren (Wer ist eigentlich die Hauptfigur? Sal oder Dean?) kindisch und verantwortungslos. Sie treiben durch ihre Geschichte ohne Sinn und ohne Ziel, haben nie Geld, stecken ständig in Schwierigkeiten und treten, was ihre Entwicklung betrifft, gefühlt auf der Stelle. Aus der großen Freiheit machen sie irgendwie nichts. Selbstbestimmung? Dazu gehört für mich planvolles Handeln, und das lassen die Figuren nicht erkennen.

Ich fand das Buch nicht schlecht. Die Sprache ist schön und der Autor erzeugt sehr ansprechende Bilder und beschreibt stimmungsvoll Landschaften und Stimmungen. Aber mehr wie eine Stimmung hat das Werk bei mir nicht hinterlassen. Die Figuren und ihr Leben bleiben, für mich zumindest, seltsam distanziert. Über dem Klappentext ist ein Zitat von Bob Dylan abgedruckt, dass dieses Buch sein Leben verändert habe. Meinem Leben hat es eine Stimmung hinterlassen, die wohl schnell wieder verfliegt.

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